Abkürzungen, Übersetzungen und Definitionen
aus dem Bereich QM, GMP und ATMP sowie Zellkultur?
Hier finden Sie eine ständig wachsende Sammlung von Erklärungen, Abkürzungen und Definitionen aus dem Bereich Biologie, Zellkultur, GMP, Normierung und Qualitätsmanagement.
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Zellkultur Vokabeln und Fremdworte - Was ist / Was bedeutet ... ?
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Spender, Arten
Autolog – auto, griech. = selbst; log, griech. = Verhältnis, eigen-, gleich-, selbst. Spender und Empfänger sind eine Person.
Allogen – von altgriech. ἀλλογενής allogenés „ausländisch“, „fremd“. Humaner Spender und anderer humaner Empfänger. Skalierbar, größere Mengen, mehr Gewinn.
Homolog – griechisch ὁμόλογος (homólogos) „ übereinstimmend “. Synonym zu allogen bei Stammzellen.
Heterolog - griechisch hetero = anders , logos = Ursache, andersartig, artfremder Spender
Ursprung von Stammzellen
AD, Adipogen – aus Fettgewebe gewonnen.
BM - bone marrow-derived, aus Knochenmark gewonnen. Entweder direkte Nutzung als BMC (bone marrow concentrate) oder Kultur von MSC aus dem Knochenmark.
BMC - bone marrow concentrate, Knochenmarkkonzentrat
Hämapoietische Stammzellen - blutbildende Stammzellen, meist aus dem Knochenmark, können auch aus Blut gewonnen werden.
MSC - mesenchymale Stammzellen. Werden aus dem mittleren Keimblatt = Mesenchym gewonnen. MSC können aus Fett, Knochenmark und Blut gewonnen werden.
SVF - stromal vascular fraction. Aus Fettgewebe gewonnene kleine Mengen an Zellen, die ca. 1-10% Stammzellen(vorläufer) enthalten.
UC - umbilical cord, Nabelschnurstammzellen, oft aus dem Wharton's jelly der Nabelschnur
Zellarten, Zelllinien, Primärzellen, Generationen, Populationsverdopplungen
Generationen - wenn sich jede Zelle einer Kultur verdoppelt hat, ist dies eine Generation oder Populationsverdopplung (PD, population doubling)
Normale Zellen (GMP) - Im GMP werden normale Zellen und Zelllinien unterschieden, wobei normale Zellen karyotypisch keine Veränderung zeigen, langlebig sind, aber nicht als Krebszellen eingestuft werden.
Populationsverdopplung - wenn sich jede Zelle einer Kultur verdoppelt hat, ist dies eine Generation oder Populationsverdopplung (PD, population doubling)
Population doubling- wenn sich jede Zelle einer Kultur verdoppelt hat, ist dies eine Generation oder Populationsverdopplung (PD, population doubling)
Primärzellen - Zellen die (frisch) aus Gewebe isoliert wurden und genetisch normal sind. Früher wurden kultivierte und eingefrorene Primärzellen entsprechend Sekundärzellen genannt. Heute wird der Begriff Primärzellen auch für kultivierte oder eingefrorene normale, nicht genetisch veränderte Zellen verwendet. Im GMP werden normale Zellen und Zelllinien unterschieden, wobei normale Zellen karyotypisch keine Veränderung zeigen, langlebig sind, aber nicht als Krebszellen eingestuft werden.
Transformierte Zellen - in der Zellbiologie gleichbedeutend mit genetischer Veränderung die zu Krebs, Unsterblichkeit bzw. kontinuierlicher Teilung führt. Meist durch Mutationen in Protooncogenen (c-ras, c-myc etc.). Vorsicht in der Mikrobiologie steht Transformation für das Einbringen von Fremd-DNA = Transfektion in der Zellbiologie.
tumorigen - Zelllinien sind sozusagen unsterblich, weil sie genetisch verändert sind. D.h. sie sind Krebszellen. Manche Zelllinien bilden nach Injektion in z.B. Mäuse oder Menschen Tumore, andere nicht. Die Linien, die Tumore bilden werden als tumorigen bezeichnet. Viele Nagerzelllinien sind tumorigen, weswegen der Tumorigenitätstest unter GMP entfällt. HeLa Zellen können in Menschen aber auch Tumore erzeugen.
Zelllinie - Eine Zelllinie ist eine Kultur einer ehemals monoklonalen Zelle, die genetisch verändert ist und sich daher kontinuierlich teilt bzw. "unsterblich" ist. Zelllinien wurden oft aus Krebsgewebe von Tieren, Menschen etc. isoliert. Sie können aus normalen Zellen jedoch auch künstlich, gerichtet oder ungerichtet durch Bestrahlung, chemische Mutagene oder Transfektion erzeugt werden.
Gestalt der Zellen
Cytoskelett - Das innere, fädige Skelett der Zellen. Es besteht aus Mikrotubuli, Intermediärfilamenten und Aktin/Myosin.
ER (endoplasmatisches Retikulum) - intrazelluläres Netzwerk von membranumgebenen Hohlräumen. Das ER wird in gER (glattes ER) und rER (rauhes ER) unterteilt. Das rauhe ER ist rauh, weil Ribosomen die Proteine bilden, die in die Membran oder nach außer transportiert werden müssen, direkt in das ER hineinsynthetisiert. Das ER bildet auch die Kernhülle und gibt Vesikel ab, die zum Golgi-Apparat transportiert werden.
Filophodien - fadenförmige (filo) oder sehr dünne Fortsätze oder Füßchen (podon) von Zellen.
Golgi-Apparat - sozusagen das zelluläre Versandzentrum. Hier kommen Vesikel vom ER an und Proteine sowie andere Moleküle werden verändert (z.B. Glykosylierung) und für den Transport in andere Vesikel verpackt. So gelangen Proteine in die Zellmembran oder werden nach außen abgegeben.
Mitochondrium, Mitochondrien - von einer Doppelmembran umgebene Zellkompartimente = Organellen in denen die wichtigsten Teile der Energiegewinnung in der Zelle stattfinden. Vgl. Endosymbiontentheorie.
Morphologie - Gestalt oder Aussehen von Zellen z.B. spindelförmig, stellar, palisadenförmig, kachelähnlich, fibroblastoide Morphologie.
Nukleolus (Mehrzahl Nukleoli oder Nucleoli) - besonderer Bereich im Zellkern, der im Phasenkontrastmikroskop dunkel erscheint. Einer oder mehrere rund-oval erscheinende Bereiche. Hier wird die rRNA (ribosomale RNA abgelesen und die Ribosomen Untereinheiten zusammengebaut).
Nukleus - der Zellkern eukaryotischer Zellen, der Bereich in dem die DNA gespeichert ist.
Phänotyp - äußeres Erscheinungsbild, Aussehen, Gestalt oft im Gegensatz zu Genotyp (genetische Ausstattung, Kombination genetischer Merkmale und Codierung). Beispiel: Fibroblastoides Aussehen = verschiedene Zelltypen wie Astrozyten, mesenchymal Stammzellen etc. sehen aus wie Fibroblasten, sie sind also morphologisch von diesen schwer zu unterscheiden.
Vesikel - kleine von einer einfachen Membran umgebene Hohlräume (Zellkompartimente, abgegrenzte Bereiche). Vesikel können mit Proteinen für den Transport nach außen gefüllt sein (Transportvesikel) oder sie sind als Lysosomen oder Peroxisomen am intrazellulären Abbau beteiligt.
Zellmembran - Äußere Hülle von tierischen Zellen. Bei Pflanzen, Pilzen, Algen etc. liegt die Zellmembran unterhalb der Zellwand. Die Zellmembran besteht aus einer Doppellipidschicht (Fett) mit eingelagerten anderen Molekülen.
Zellwand - Äußerste, sehr steife Hülle von Bakterien, Hefen, Pilzen, Algen und Pflanzenzellen (auch manche Archaeen). Tierische Zellen und Mykoplasmen (besondere Bakterien) haben keine Zellwand.
Zelluläre Prozesse
Attenuiert - Viren, die "inaktiviert" = verlangsamt wurden, um sie in einem Impfstoff zu verwenden sind attenuiert
Endozytose - Aufnahme von Wasser und Bestandteilen der extrazellulären Umgebung durch die Zellen. Die Zellen nehmen dies durch Bildung von Vesikeln an der Membran und Einschnürung der Vesikel nach innen auf. Gegenteil - Exozytose.
Exozytose - Die Abgabe von Flüssigkeit und anderen Stoffen, oft Proteinen nach außen. Die Stoffe werden in Vesikel verpackt, diese Verschmelzen mit der Zellmembran und geben so ihren Inhalt nach außen ab. Proteine in der Membran der Vesikel werden so in die Zellmembran gebracht. Gegenteil Endezytose.
Expression - Bildung von Stoffen meist Proteinen. Zellen enthalten Gene die für Proteine und RNA codieren. Es werden jedoch nicht immer alle Gene abgelesen. D.h. die Expression der Genprodukte variiert und steuert so die vorhandenen Mengen.
Migration - Fortbewegung von Zellen, gerichtet oder ungerichtet. Im Körper transmigrieren z.B. weiße Blutkörperchen ins Gewebe um dort ihre Immunfunktion auszuüben. Dies wird in vitro in Migrations- oder Transmigrationsassays nachgestellt. In Kultur migrieren Zellen auf der Oberfläche der Kulturgefäße. Dies wird z.B. in Wundheilungsassays nachgestellt.
Proliferation - Zellteilung, die zeitweise oder kontinuierliche Vermehrung der Zellen durch Teilung.
Transkription - Abschreiben der codierenden DNA in RNA. Die RNA kann messenger, ribosomale oder transfer-RNA sein (mRNA, rRNA, tRNA).
Translation - mRNA die für Proteine codiert wird durch Ribosomen abgelesen und der Triplet-Code (je 3 Basen für eine Aminosäure) wird in eine Aminosäurekette "übersetzt".
Transmigration - Bewegung über eine Barriere z.B. Transmigration von Immunzellen aus dem Blut über die Endothelzellen-Barriere ins Gewebe.
Zellteilung, Genetik
Diploide Zellen - normale Körperzelle mit diploidem (zweifachem Chromosomensatz = 1/2 Mutter, 1/2 Vater), dies wird 2n bezeichnet (vgl. haploid). Je nach Art können dies z.B. 8 Chromosomen (Fruchtfliege), 25 (Zebrafisch) , 46 (Mensch), 42 (Ratte), 40 (Maus, Biber, Frettchen) oder bis zu mehreren Hundert oder sogar über tausend Chromosomen sein. Vgl. auch http://www.gerdlamprecht.de/ChromosomenAnzahl.htm.
Haploide Zellen - Fortpflanzungszellen = Gameten, also Spermien und Eizellen haben nur einen halben Chromosomensatz (1n), damit nach ihrer Verschmelzung eine normale diploide Zellen entsteht.
Meiose - Zellteilung in Zellen die Eizellen oder Spermien bilden (spezielle Form der Teilung aus der haploide Zellen mit halbem Chromosomensatz hervorgehen).
Mitose - Zellteilung in normalen Körperzellen.
Monophyletisch - Begriff aus der Taxonomie. Eine monophyletische Verwandtschaftsgruppe besteht genau und ausschließlich aus Folgearten einer Stammart und dieser (eventuell hypothetischen) Stammart selbst. Alle Nachfahren der Stammart sind im Begriff enthalten.
Paraphyletisch - Begriff aus der Taxonomie. Eine Gruppe von Lebewesen oder Arten wird als paraphyletisch bezeichnet, wenn diese Lebewesen zwar alle Nachfahren einer gemeinsamen Stammart (letzter gemeinsamer Vorfahr) sind, es jedoch weitere Nachfahren dieser Stammart gibt, die nicht in der Gruppe enthalten sind. Beispiel: Reptilien, da Krokodile näher mit Vögeln verwandt sind, als anderen Reptilien, Vögel aber keine Reptilien sind.
Polyphyletisch - Begriff aus der Taxonomie. Mehrere Verwandtschaftsgruppen in einem Begriff zusammengefasst
Seneszenz - Zellalterung. Normale Zellen teilen sich nur ungefähr 50-70 mal, dann werden sie seneszent und damit proliferationsunfähig. Die Seneszenz wird großteilig über die Telomerlängen gesteuert. Zelllinien exprimieren Telomerase, die Telomere verlängern kann und damit zur "Unsterblichkeit von Zellen beiträgt.
Telomer = gr. τέλος télos „Ende“ und μέρος méros „Teil“; repetitive Endabschnitte der linearen Chromosomen (= DNA und assoziierte Proteine). Die Verkürzung der Telomere bei der Zellteilung stellt die biologische Zähluhr dar mit der die max. Anzahl an Teilungen (Hayflick Limit) gesteuert wird.
Zellbausteine, Komponenten, chemische Begriffe, griechische Wortteile
Hydro - Wasser, wässrig z.B. hydrophil = wasserliebend (chemische Eigenschaft).
Lipo - Fett, fettig z.B. lipophil = fettliebend (chemische Eigenschaft).
phil (als Wortteil) - liebend, suchend (z.B. lipophil, hydrophil, chemische Eigenschaften).
phob (als Wortteil) - abstoßend oder vermeidend (z.B. hydrophob = Wasser abweisend, vermeidend, chemische Eigenschaft).
som (als Wortteil) - Körperchen (z.B. Ribosom, Liposom etc.).
Genetische Veränderung
Elektroporation - Plasmide werden in Zellen eingebracht indem die Zellmembran durch Strom "löchrig" gemacht wird. Hohe Zellverluste, aber hohe Transfektionsrate
Lipofektion - Plasmide werden mit Lipiden zu Lipoplexen oder Liposomen verbunden. Diese werden über Phagozytose in die Zellen aufgenommen.
Nucleofection - Form der Elektroporation. Spezieller Begriff beim Nucleofector von Lonza.
Transduktion - Gene werden über Viren als Träger in die Zellen eingeschleust. Transduktion kann integrierend oder nicht-integrierend sein.
Transfektion - Einbringung von Fremd-DNA in eukaryotische Zellen (tierische Zellen)
Transformation - zwei Bedeutungen: mikrobiologisch = Einbringen von DNA in Bakterien; zellbiologisch = aus einer normalen Zelle eine Krebszelle machen
Abkürzungen QM, GMP und ATMP
5W: 5 Ws: Wer hat Was Wann Wie gemacht und Warum ?
6M: Mensch, Maschine, Methode, Material, Milieu, Management (Protokollierung)
AA: Arbeitsanweisung
ADI: acceptable daily intake von Rückständen, 1/ooo x NOEL vgl. Reinigungsvalidierung
AM: Arzneimittel
AMG: Arzneimittelgesetz
AMWHV: Arzneimittel und Wirkstoff-Herstellungsverordnung
ATMP: Advanced Therapy Medicinal Product, Arzneimittel für neuartige Therapien; umfasst Gentherapeutika, somatische Zelltherapeutika und Tissue-Engineering-Produkte.
CAT: Committee for Advanced Therapies; wissenschaftlicher EMA-Ausschuss für ATMP.
CHMP: Committee for Medicinal Products for Human Use; EMA-Ausschuss für Humanarzneimittel.
CQA: Critical Quality Attribute, kritisches Qualitätsattribut.
QP: Qualified Person, Sachkundige Person; verantwortlich für die gesetzlich vorgeschriebene Chargenzertifizierung bzw. -freigabe im jeweiligen regulatorischen Rahmen.
QRM: Quality Risk Management, Qualitätsrisikomanagement.
SoHO: Substances of Human Origin, Substanzen menschlichen Ursprungs.
APS: aseptische Prozesssimulation, aseptic process simulation = media fill (GMP LF Annex 1, 2022)
AQS: (LAWA)
BAM: Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
BLAC: Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Chemikaliensicherheit (www.blac.de)
BfArM: Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte
BfR: Bundesamt für Risikobewertung
BFS: Blow-Fill-Seal (GMP LF Annex 1, 2022)
BVL: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
BIÖG: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit; bis 13.02.2025 BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) (www.bioeg.de)
CAPA: Corrective And Preventive Actions
CCS: Contamination Control Strategy (GMP LF Annex 1, 2022)
CE: Conformité Européenne, Eigenangabe, nicht immer unabhängig kontrolliert
CFU: Colony Forming Unit (GMP LF Annex 1, 2022)
CIP: Clean-In-Place
CMC: Critical Micelle Concentration, vgl. Reinigungsvalidierung, Oberflächensp.
COTS: Commercial Off-The-Shelf
CPGM: Compliance Program Guide Manual (Inspektoren Guide www.fda.gov)
CPMP: Committee for Proprietary Medicinal Products; früherer Name des heutigen CHMP (Committee for Medicinal Products for Human Use) der EMA
CPP: Critical Process Parameters
CSV: Computer System Validation
DAR: Dt.AkkreditierungsRat, www.dar.bam.de
DKD: Deutscher KalibrierDienst
DAKKS: Deutsche Akkreditierungsstelle (seit 1.1.2010 eine Organisation)
DIMDI: Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information; seit 2020 in das BfArM integriert
DoE: Design of Experiments
DQ: Design Qualification (URS, FS)
EC: European Commission
EMA: European Medicines Agency vor 2011 EMEA
EMEA: European Medicines Agency seit 2011 EMA
EDM: Electronic Document Management
EDMI: Entscheiden, Durchführen, Mitwirken, Informieren
EDQM: European Directorate for the Quality of Medicines
(gibt Eur. Pharm. heraus)
EPA: Environmental Protection Agency
FDA: Food and Drug Administration, US AM Zulassungsbehörde
FFS: Form-Fill-Seal (GMP LF Annex 1, 2022)
FLI: Friedrich-Loeffler-Institut
FMEA: Failure mode and Effects Analysis
(FehlerMöglichkeiten und EinflußAnalyse, vgl. DIN EN / IEC60812)
FS: Functional Specification = Pflichtenheft
G-BA: Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA), das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland
GACP: Good Agricultural and Collection Practice
GAMP: Good Automated Manufacturing Practice
GCP: Good Clinical Practice
GDP: Good Documentation Practice
GDP: Good Distribution Practice
GLP: Good Laboratory Practice. Die frühere Deutsche Gesellschaft für Gute Forschungspraxis (DGGF) heißt seit 2017 German Quality Management Association (GQMA) (www.gqma.de).
GMP: Good Manufacturing Practice
GxP: Zusammenfassung von GMP; GLP, GCP ect.tc, aller gesetzlich geregelten
HMA: Heads of Medicines Agencies
HCT/Ps: Human Cell and Tissue-based Products (vgl. ATMP, TEMP)
IC: In Compliance
ICH: International Council for Harmonisation of Technical Requirements for Pharmaceuticals for Human Use (www.ich.org)
IEC: International Electrotechnical Commission (www.iec.ch, z.B. FMEA)
ILAC: International Laboratory Accreditation Cooperation (ilac.org)
IQ: Installation Qualification
IQWiG: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen
ISO: International Organization for Standardization; internationale Normungsorganisation mit Sitz in Genf. Normenbezug in Deutschland u. a. über DIN Media.
ISO15189: Medizinische Laboratorien (human)
KBV: Kassenärztliche Bundesvereinigung (www.kbv.de)
LP(E): Leiter der Prüfeinrichtung (GLP)
MACO: maximum acceptable carryover, ADI * Chargengröße Folgeprodukt/max. Tagesdosis Folgeprodukt [mg]; vgl. Reinigung
MD: Medical Device (Medizinprodukt)
MP: dt. Medizinprodukt = Medical Device
MP: engl. Medicinal product = Arzneimittel
NOEL: no observed effect level (5/10.000 d. LD50 =mg/kg/d)
OECD: Organisation for Economic Co-operation and Development (REACH)
WOAH: World Organisation for Animal Health; gegründet als Office International des Epizooties (OIE), daher ist die frühere Abkürzung OIE weiterhin häufig anzutreffen.
OOS: Out of Specification (OOS)
OQ: Operational Qualification
PDA: Parenteral Drug Association (www.pda.org), non-profit organization
PDCA: Plan Do Check Act, Lernperspektive im QMS
PE: Prüf-Einrichtung (GLP)
PEI: Paul-Ehrlich Institut
(Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel)
PIC/S: Pharmaceutical Inspection Co-operation Scheme
(PICS seit 1992 wortgleich mit EU-GMP Leitfaden,
skandinavische und canadische Behörden, www.picscheme.org)
PL: Prüf-Leiter (GLP)
PS: Prüf-Standort (GLP)
PSUR: Periodic Safety Update Report (Pharmacovigilanz)
PQ: Performance Qualification
QAU: Quality Assurance Unit
QbD: Quality by Design
QSE: QualitätsSicherheitsEinrichtung
QMB: QualitätsManagement Beauftragter
QMH: QualitätsManagement Handbuch
QSIT: Quality System Inspection Technique vgl. CPGM der FDA
QMS: QualitätsManagementSystem
RABS: Restricted Access Barrier System (GMP LF Annex 1, 2022)
RTP: Rapid Transfer System/Port (GMP LF Annex 1, 2022)
RiLiBÄK: RichtLinie der BundesÄrzteKammer
RPS: Risikoprioritätszahl (FMEA)
SAL: Sterility Assurance Level (GMP LF Annex 1, 2022)
SIP: Sterile-In-Place
SOP: Standard Operating Procedure
SQA: Society for Quality Assurance (www.sqa.org)
SUS: Single-Use System - Einmalartikel (GMP LF Annex 1, 2022)
TEP: Tissue Engineering Product
TEMP: Normative Abk. Tissue Engineering Medicinal Product (AM oder MP), deutsch: biotechnologisch bearbeitetes Gewebeprodukt
TOC: Total Organic Carbon, vgl. Reinigungsvalidierung, Ph. Eur. 2.2.44
TQM: Total Quality Management, QMS z.B. bei Toyota
URS: User Requirements Specification = Lastenheft
VA: Verfahrensanweisung
VMI: Verantwortung, Mitwirkung, Information
VMP: Validation Master Plan
VP: Validation Plan
VR: Validation Report
WHO: World Health Organization
Zertifizierung: nach z.B. ISO9001, durch z.B. TÜV, DEKRA etc, zertifiziert Unternehmen, nicht das Produkt
ZLG: Zentralstelle der Länder für Gesundheitsschutz bei Arzneimitteln und Medizinprodukten (www.zlg.de)
Übersetzungen QM, GMP und ATMP Terminologie
Definitionen QM, GMP und ATMP
Im Folgenden sind einige wichtige Definitionen aus QM und GMP Richtlinien und Leitfäden aufgeführt.
Advanced Therapy Medicinal Product (ATMP) – Arzneimittel für neuartige Therapien. Nach der Verordnung (EG) Nr. 1394/2007 umfasst der Begriff Gentherapeutika, somatische Zelltherapeutika und Tissue-Engineering-Produkte.
Contamination Control Strategy (CCS) – standortbezogene Strategie zur Beherrschung von Kontaminationsrisiken, in der kritische Kontrollpunkte und die Wirksamkeit organisatorischer, technischer und prozessbezogener Kontrollen zusammengeführt werden.
Grade A air supply –
Air which is passed through a filter qualified as capable of producing grade A total particle quality air, but where there is no requirement to perform continuous total particle monitoring or meet grade A viable monitoring limits. Specifically used for the protection of fully stoppered vials where the cap has not yet been crimped.EU GMP
Leitfaden
Annex 1 v2022
Begriff und Definition
Quelle
Autologous use -
means cells or tissues removed from and applied in the same person.
The level and type (i.e. objectionable or not) of micro-organism present in raw materials, media, biological substances, intermediates or products. Regarded as contamination when the level and/ or type exceed specifications.
Leitfaden
Annex 2
A manufacture of a series of batches of the same product in sequence in a given period of time with strict adherence to established and validated control measures.
Leitfaden
Annex 1 v2022
Leitfaden
Annex 1 v2022
Leitfaden
Annex 1 v2022
The overall process of removal or reduction of any contaminants (chemical, waste, residue or microorganisms) from an area, object, or person. The method of decontamination used (e.g. cleaning, disinfection, sterilisation) should be chosen and validated to achieve a level of cleanliness appropriate to the intended use of the item decontaminated. See also Bio-decontamination.
Leitfaden
Annex 1 v2022
The process by which the reduction of the number of microorganisms is achieved by the irreversible action of a product on their structure or metabolism, to a level deemed to be appropriate for a defined purpose.
Leitfaden
Annex 1 v2022
A pyrogenic product (i.e. lipopolysaccharide) present in the Gram negative bacterial cell wall. Endotoxin can lead to reactions in patients receiving injections ranging from fever to death.
Leitfaden
Annex 1 v2022
Where procedures are conducted on tissues or cells outside the living body and returned to the living body.
Leitfaden
Annex 2
Chemical entities that migrate from the surface of the process equipment, exposed to an appropriate solvent at extreme conditions, into the product or material being processed.
Leitfaden
Annex 1 v2022
Cells used in co-culture to maintain pluripotent stem cells. For human embryonic stem cell culture, typical feeder layers include mouse embryonic fibroblasts (MEFs) or human embryonic fibroblasts that have been treated to prevent them from dividing.
Leitfaden
Annex 2
A device that reduces the risk of contamination during the connection process; these can be mechanical or fusion sealing.
Leitfaden
Annex 1 v2022
An enclosure capable of being subject to reproducible interior bio-decontamination, with an internal work zone meeting grade A conditions that provides uncompromised, continuous isolation of its interior from the external environment (e.g. surrounding cleanroom air and personnel). There are two major types of isolators:
i. Closed isolator systems exclude external contamination of the isolator’s interior by accomplishing material transfer via aseptic connection to auxiliary equipment, rather than use of openings to the surrounding environment. Closed systems remain sealed throughout operations.
ii. Open isolator systems are designed to allow for the continuous or semi-continuous ingress and/or egress of materials during operations through one or more openings. Openings are engineered (e.g. using continuous overpressure) to exclude the entry of external contaminant into the isolator.
Leitfaden
Annex 1 v2022
Chemical entities that migrate into products from the product contact surface of the process equipment or containers under normal condition of use and/or storage.
Leitfaden
Annex 1 v2022
An aliquot of a single pool of cells which generally has been prepared from the selected cell clone under defined conditions, dispensed into multiple containers and stored under defined conditions. The MCB is used to derive all working cell banks. Master virus seed (MVS) – as above, but in relation to viruses; master transgenic bank – as above but for transgenic plants or animals.
Leitfaden
Annex 2
Overkill sterilisation
– A process that is sufficient to provide at least a 12 log10 reduction of microorganisms having a minimum D-value of 1 minute.
Leitfaden
Annex 1 v2022
Leitfaden
Annex 1 v2022
Any ingredient intended for use in the manufacture of a sterile product, including those that may not appear in the final drug product.
Leitfaden
Annex 1 v2022
Scaffold -
a support, delivery vehicle or matrix that may provided structure for or facilitate the migration, binding or transport of cells and/or bioactive molecules.
Leitfaden
Annex 2
Somatic cells -
Cells, other than reproductive (germ line) cells, which make up the body of a human or animal. These cells may be autologous (from the patient), allogeneic (from another human being) or xenogeneic (from animals) somatic living cells, that have been manipulated or altered ex vivo, to be administered in humans to obtain a therapeutic, diagnostic or preventive effects.
Leitfaden
Annex 2
Specified pathogen free (SPF) -
Animal materials (e.g. chickens, embryos or cell cultures) used for the production or quality control of biological medicinal products derived from groups (e.g. flocks or herds) of animals free from specified pathogens. Such flocks or herds are defined as animals sharing a common environment and having their own caretakers who have no contact with non-SPF groups.
Leitfaden
Annex 2
Sterile Product –
For purpose of this guidance, sterile product refers to one or more of the sterilised elements exposed to aseptic conditions and ultimately making up the sterile active substance or finished sterile product. These elements include the containers, closures, and components of the finished drug product. Or, a product that is rendered sterile by a terminal sterilisation process.
Leitfaden
Annex 1 v2022
Tissue engineered product -
means a product that contains or consists of engineered cells or tissues, and is presented as having properties for, or is used in or administered to human beings with a view to regenerating, repairing or replacing a human tissue.
Working cell bank (WCB) -
a homogeneous pool of micro-organisms or cells, that are distributed uniformly into a number of containers derived from a MCB that are stored in such a way to ensure stability and for use in production. Working virus seed (WVS) – as above but in relation to viruses, working transgenic bank – as above but for transgenic plants or animals.
Leitfaden
Annex 2

